Eigentlich wollte Tahar Tahri einfach nur seinen Ruhestand genießen. Doch der ehemalige Französischlehrer wurde von der Vergangenheit seiner Heimatstadt Jemna eingeholt. Dort, im tiefsten Süden des Landes, hatten sich vor mehr als hundert Jahren erst ein französischer Kolonialherr und dann der tunesische Staat die örtliche Dattelplantage unter den Nagel gerissen. Bis die Bewohner der Ortes 2011 den Aufstand proben: In mitten der Revolutionswirren besetzen sie das Land und bewirtschaften es seitdem selbst. Ein Verein unter dem Vorsitz von Tahri koordiniert die Arbeit, die Gewinne fließen in die Infrastruktur des Ortes. Im Herbst 2016 wird dem Staat das Treiben in der Ortschaft am Rande der Wüste zu viel. Seitdem steht das Telefon von Tahar Tahri nicht mehr still. bei SWR2 Tandem

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