Vor fünf Jahren begann in Tunesien der „Arabische Frühling“. Die Kleinstadt Sayada versuchte sich seitdem in Transparenz und guter Regierungsführung. Doch nun wirft der engagierte Bürgermeister das Handtuch.

Auf den ersten Blick sieht Sayada aus wie viele andere tunesische Kleinstädte auch. Im Hafen liegen bunt gestrichene Fischerboote, einfache zweistöckige Häuser säumen die Hauptstraße, an der einige Cafés, die Post und das Rathaus liegen. Doch dann macht das Handy „Pling“ und zeigt zwei offene WLAN-Netze an, „Sayada 1“ und „Sayada 2“. Wer sich verbindet, kann die Webseite der Stadtverwaltung aufrufen. Dort stehen für alle Bürger einsehbar die Sitzungsprotokolle des Gemeinderats, der Haushalt der 12.000-Einwohner-Stadt und Bürgerbefragungen zu aktuellen Themen.

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